Pfarrkirche zu Fließem

Wann unsere heutige Pfarrkirche genau erbaut wurde, und somit die Pfarrei Fließem entstanden ist, kann nicht eindeutig festgelegt werden. Wir finden erste Erwähnungen von der Pfarrkirche zu "Fleiszem" im 1330 aufgestelltem Registrum Archidac. Hier wird Fließem unter den 40 Pfarreien des Landkapites Kyllburg-Bitburg aufgeführt. Eine weitere Bestätigung finden wir in einem Visitationsprotokoll des Jahres 1570. Es wird jeweils eine selbstständige Pfarrei im Orte Fließem genannt, die in der Zeit der heiligen Kreuzzüge gegründet wurde und unter dem Zeichen des Kreuzes steht. Unsere Pfarrkirche dürfte daher im Ursprung aus dem 11. Jahrhundert stammen. Schon früh wird von einer wertvollen Kreuzreliquie gesprochen. Das diese unter Kaiserin Helena nach Fließem kam, ist nicht belegt.

1792 wurden diese Pfarreien, darunter auch Fließem unter französischer Herrschaft dem Bistum Metz angegliedert.

Unter der Regentschaft von Napoleon erfolgte dann eine Umgestaltung, wir wurden der Kantonalpfarrei (Hauptpfarrei) Bitburg St. Peter unterstellt.

1815 wurde das Bitburger Land preußisch und wieder von der Diözese Metz ausgegliedert. Seit dieser Zeit gehören die Pfarreien des Bitburger Landes wieder zum Bistum Trier.

Im Organisationsstatut des Bischofs vom 19.10.1927 wurde Fließem wieder eigenständige Pfarrei, zunächst gehörten wir zum Dekanat Kyllburg, ab 1924 unter Bischof Franz Rudolf Bornewasser wieder zum Dekanat Bitburg, was bis heute so geblieben ist.