Leick´s Haus

Leick´s Haus
In der Kirchstraße steht ein Kleinod, welches eindrucksvoll Zeugnis des Dorflebens von einst gibt. Es ist zugleich Brücke der Geschichte zwischen dem 1./2. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert, wohnte doch damals jener Hilarius Friedrich Leick in diesem Haus, der bei Ackerarbeiten Mosaiksteinchen bei Weilerbüsch fand, deren Entdeckung umfangreiche Grabungen und die Freilegung der röm. Prachtvilla unter König Friedrich Wilhelm IV auslösten.

Bei dem Anwesen, das von der Gemeinde erworben und zu einem kleinen Heimatmuseum ausgebaut wurde, handelt es sich um ein kleines Flurküchenhaus, das in seinem Ursprung aus dem 17. Jahrhundert stammt.

Als Tagelöhnerhaus wird es oft bezeichnet. Es gibt Aufschluss über das Leben der Menschen damaliger Zeit. Mensch und Vieh lebten unter einem Dach; das Ökonomiegebäude war unmittelbar mit dem Wohngebäude verbunden, eine Tür führte direkt zu den Stallungen.

In dem Haus, das unter Denkmalschutz gestellt wurde, sind geradezu Kostbarkeiten der Vergangenheit enthalten. In vier Räumen sind noch Schablonenmalereien enthalten, diese Farbfassungen dürften aus der Zeit um 1920 stammen.

In der straßenseitigen Fensternische befindet sich noch der Originalspülstein, original Plattenboden, Rauchabzug, Takenanlage, dahinterliegende Stube mit mit Takenschrank, Takennische und originale Türblätter. Ebenso ist der ursprüngliche Treppenaufstieg vorhanden mit alten Türblättern und Beschlägen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Innenausstattung lässt erahnen, wie die Menschen damals gelebt haben.

Hier in diesem Hause könnte man verweilen, könnte man erzählen, von dem Leben in dem Dörfchen unweit der kleinen Kreisstadt Bitburg, von der Müh und Plag der Bauern und Bäuerinnen, der Not der Menschen, der Arbeit als Tagelöhner oder das Leben der Menschen schlechthin.

Hier kann man sie verstehen lernen, die Menschen, langsam und schwerfällig, so wurden sie einst beschrieben, kommen sie daher, müde kehren sie am Abend mit dem Kuhgespann vom Felde zurück, in gebückter Haltung, so, als trügen sie eine unsichtbare Last. Und karg wie ihr Boden, ist ihr Gruß, karg wie der Boden ist ihr Reden...

Das Leben der Frauen ist noch fast schwerer wie das der Männer. Auf dem Feld, im Garten, im Stall und in der Scheune müssen sie sich abrackern, das Essen bereiten, die Kinder versorgen, das Vieh füttern, stopfen, flicken, putzen, es scheint, als würden sie nie mit ihrer Arbeit fertig. Hier umweht den Besucher ein Stück der Vergangenheit, kurz wird noch einmals alles lebendig


Besichtigung nach Vereinbarung
Kontakt:
Hermann Osweiler, Tel. 06569-440
Ortsbürgermeister Schnarrbach